Selen


Das Spurenelement Selen wurde 1817 von dem Entdecker Berzelius aufgrund seines silbriggrauen Glanzes nach der Mondgöttin Selene benannt. 1973 wurde in Tübingen das selenhaltige Eiweiss Glutathionperoxydase erforscht, das toxische Stoffe abbauen kann. Viele wissenschaftliche Forschungsergebnisse belegen die inverse Korrelation zwischen dem Selen-
gehalt des Patienten und dem Auftreten verschiedener ernster Erkrankungen:

Niedrige Selenspiegel gehen mit dem vermehrten Auftreten folgender Erkrankungen einher:

Bösartige Krebserkrankungen, Herz- Kreislaufleiden, rheumatische und autoimmune Erkrankungen, sowie chronisch entzündliche Erkrankungen. Der Ackerboden in Deutschland enthält zu wenig Selen um über die Ernährung ausreichend hohe Blut- und Gewebespiegel zu erreichen. Die Nahrungsergänzung beseitigt Defizite.

Selen und Immunsystem

Ein Selenmangel führt zur Verschlechterung der Funktion des Immunsystems: Mangel an Fresszellen, Killerzellen, Interferon und  neutrophilen  Leukozyten, virale Infektionen nehmen zu.

Selen und Tumorerkrankungen

Studiendaten aus 30 Jahren Forschung zeigen bei niedrigen Selen-Blutspiegeln das 2-6- fach erhöhte Risiko an Krebs zu erkranken. Andererseits gibt es mehrere Präventionsstudien, die belegen, daß eine Krebsvorbeugung möglich ist. Nebenwirkungen der Chemo-und/oder Strahlentherapie wurden durch Selen vermindert, wobei die Effektivität der Chemo- oder Strahlentherapie nicht gemindert, sondern z.T. sogar gleichzeitig verbessert wurde.

Selen und Lymphödem

Beim Mammacarcinom  und bei Kopf-und Halstumoren wird das Lymphödem durch Selen reduziert.

Selen und Schilddrüse

Bei der autoimmunen Hashimotoentzündung können die TPO-Autoantikörper um 36-40% gesenkt werden und auch der Morbus Basedow und die endokrine Orbitopathie verbessern sich mit Selen.